Die Besucherinnen und Besucher kamen zahlreich zur Vernissage der Ausstellung "Connewitz in Bildern" (Foto: Friederike Stecklum) Die Besucherinnen und Besucher kamen zahlreich zur Vernissage der Ausstellung "Connewitz in Bildern" (Foto: Friederike Stecklum)

Es ist der hei­ßes­te Tag der Woche und den­noch herrscht im Senio­ren­bü­ro Süd in der Prinz-Eugen-Stra­ße 1 ein gro­ßer Andrang. Mit­ten­drin: Ein Mann im leuch­tend roten T‑Shirt, der heu­te sei­ne Aus­stel­lungs­er­öff­nung „Con­ne­witz in Bil­dern“ fei­ert. Der Leip­zi­ger Foto­graf Tho­mas Düntsch ist bereits da und wird von eini­gen Besu­che­rin­nen und Besu­chern begrüßt. Sie alle war­ten mit Span­nung dar­auf, sei­ne Fotos zu bewundern.

Noch erfüllt ein geschäf­ti­ges Sum­men und Plap­pern den gro­ßen Ver­an­stal­tungs­raum. Als ein gro­ßer schlan­ker Mann zum Steh­tisch in der hin­te­ren Ecke geht und das Mikro­fon ergreift, wird es all­mäh­lich still. Er stellt sich als Freund des Künst­lers vor und hält eine klei­ne und sehr per­sön­li­che Anspra­che zur Ver­nis­sa­ge. So hebt er bei­spiels­wei­se das Gespür des Foto­gra­fen für Details her­vor, die nicht immer gleich ins Auge fallen.

Beim Blick auf die Fotos von Tho­mas Düntsch wird schnell klar, was damit gemeint ist. Im Mikro­kos­mos am Kreuz Con­ne­witz hat er aller­lei Kurio­si­tä­ten und Klei­nig­kei­ten mit der Kame­ra ein­ge­fan­gen. Da ist zum Bei­spiel ein rot lackier­ter Müll­ei­mer, der mit schar­fen Zäh­nen bewaff­net ist. Eine klei­ne Mei­se sitzt auf Strom­ka­beln, die aus einer Wand ragen und hebt sich kaum vom dunk­len Hin­ter­grund ab.

Tho­mas Düntschs Fotos fan­gen die Gegen­sät­ze des Stadt­teils Con­ne­witz ein. Die Wer­be­ta­fel einer Super­markt­ket­te mit einem war­ten­den Hund davor ist eben­so zu sehen, wie lee­re Abbruch­häu­ser. Man­che die­ser gezeig­ten Häu­ser ste­hen längst nicht mehr, denn die Wer­ke stam­men ins­ge­samt aus zehn Jah­ren Foto­ar­beit. Eini­ge der Besu­che­rin­nen und Besu­cher erin­nern sich den­noch an sie.

Ent­stan­den ist die Aus­stel­lung auf Eigen­in­itia­ti­ve des Künst­lers. Er ist dazu auf das Senio­ren­bü­ro Süd der Leip­zi­ger Volks­so­li­da­ri­tät zuge­gan­gen und hat eine Map­pe mit sei­nen Bil­dern vor­ge­legt. Die Bil­der brin­gen Abwechs­lung in den gro­ßen Ver­an­stal­tungs­raum und die Aus­stel­lung ist wei­ter­hin für inter­es­sier­te Besu­che­rin­nen und Besu­cher wäh­rend der regu­lä­ren Öff­nungs­zei­ten des Senio­ren­bü­ros Süd zu sehen.