Das Ehepaar Staab genießt den Blick von der Terrasse Ihrer Wohnung im elften Stock des „Lipsia-Turms“ in Leipzig-Grünau (Grafiken: KI generiert - Adobe Firefly). Das Ehepaar Staab genießt den Blick von der Terrasse Ihrer Wohnung im elften Stock des „Lipsia-Turms“ in Leipzig-Grünau (Grafiken: KI generiert - Adobe Firefly).

Es ist eine gran­dio­se Aus­sicht, die sich Hans und Eve­lin Sta­ab beim Blick von der Ter­ras­se ihrer Woh­nung im „Lip­sia-Turm“ bie­tet: der Kulk­wit­zer See schim­mert fried­lich in der Nach­mit­tags­son­ne, dahin­ter zeigt sich die kon­tur­rei­che Sil­hou­et­te von Markran­städt, wei­ter links die Lip­pen­dor­fer Schlo­te, die flei­ßig Was­ser­dampf­wol­ken in den Him­mel schi­cken. Die Woh­nung in der elf­ten Eta­ge des neu­en Grü­nau­er Hoch­hau­ses ist für das boden­stän­di­ge Ehe­paar ide­al – beson­ders der erhöh­te Ser­vice-Gedan­ke weiß zu über­zeu­gen. „Hier wol­len wir nicht mehr weg“, sagt Hans Staab.

So wie Fami­lie Sta­ab geht es den meis­ten Bewoh­nern, die im „Lip­sia-Turm“ ihr neu­es Zuhau­se gefun­den haben. „Unser Hoch­haus wird sehr gut ange­nom­men. Auch die Ange­bo­te und Hil­fe­stel­lun­gen, die wegen Coro­na erst all­mäh­lich aus­pro­biert wer­den konn­ten, fin­den deut­lich Anklang“, sagt Nel­ly Keding, die Vor­stands­vor­sit­zen­de der WG „Lip­sia“ eG. Nach einem Jahr gemein­sa­mer Arbeit an dem Stand­ort zie­hen die Woh­nungs­ge­nos­sen­schaft und unser Stadt­ver­band eine posi­ti­ve Bilanz.

Die Lip­sia hat­te den 13-Geschos­ser vor einem Jahr fer­tig­ge­stellt: 42 Meter hoch, mit fast 7.500 Qua­drat­me­tern Brut­to­ge­schoss­flä­che. In sei­nem Innern beher­bergt das weit­hin sicht­ba­re Bau­werk 60 alters­ge­rech­te und bar­rie­re­freie Woh­nun­gen, zwi­schen 30 und 110 Qua­drat­me­ter groß, aus­ge­stat­tet mit Bal­kon oder Ter­ras­se, Fuß­bo­den­hei­zung und Par­kett, Video­sprech­an­la­ge, eben­erdi­ger Dusche. Bau­kos­ten: mehr als 14 Mil­lio­nen Euro.

Seit Dezem­ber ist der „Lip­sia-Turm“ voll­ver­mie­tet. Hans und Eve­lin Sta­ab sind Bewoh­ner der ers­ten Stun­de. Sie hat­ten vor drei Jah­ren in einem Anschrei­ben von dem Neu­bau­pro­jekt erfah­ren. In die Genos­sen­schaft waren sie schon 1974 ein­ge­tre­ten, seit 1981 leben sie in Grün­au. Mit ihrem Umzug hat das Ehe­paar die Hoff­nung auf „eine gewis­se Sicher­heit“ ver­bun­den – und wur­de nicht ent­täuscht. „Es ist immer ein Ansprech­part­ner da, an den man sich wen­den kann. Das ist gera­de im Alter von gro­ßem Wert“, sagt Hans Sta­ab. Bei­de sind 71 Jah­re alt. Der Alters­durch­schnitt im Hoch­haus liegt bei 75 Jahren.

Das hoch­wer­ti­ge Ser­vice-Kon­zept gehört zu den Beson­der­hei­ten des wei­ßen Wohn­turms. Im Erd­ge­schoss hin­ter den Ein­gangs­tü­ren steht ein Emp­fangs­tre­sen mit Con­cier­ge. Hier bie­tet die Lip­sia gemein­sam mit unse­rem Stadt­ver­band der Volks­so­li­da­ri­tät Leip­zig Unter­stüt­zung im All­tag an. Die Grund­leis­tun­gen rei­chen von Brief-Paket-Ser­vice über die Ver­mitt­lung von Dienst­leis­tun­gen und Hil­fe­stel­lung bei Erkran­kun­gen bis hin zu kul­tu­rel­len Ange­bo­ten. Buch­ba­re Zusatz­leis­tun­gen sind etwa die Über­nah­me von Ein­käu­fen, Boten­diens­te oder die Wohnungsreinigung.

Außer­dem hat jede Eta­ge einen Gemein­schafts­raum als Treff­punkt für die Nach­barn. Zwei Auf­zü­ge gewäh­ren einen beque­men – und selbst in Pan­de­mie­zei­ten staufrei­en – Zugang. Die Cafe­te­ria im Erd­ge­schoss ist mit Mit­tags­tisch und wie­der­keh­ren­den Ver­an­stal­tungs­for­ma­ten wie „Gehirn­jog­ging“, „Küchen­kräu­ter“ und „Erzähl­run­den“ eben­falls ein Ort leben­di­ger Begeg­nung. Über­dies lädt hier der „Lip­sia-Club“ regel­mä­ßig zu Infor­ma­ti­ons­kur­sen ein, etwa zu den The­men „Rei­sen mit und ohne Behin­de­rung“ oder „Kri­mi­na­li­täts­vor­beu­gung im Alltag“.

Mar­tin Macie­jew­ski, Geschäfts­füh­rer unse­res Stadt­ver­ban­des: „Wir haben vie­le posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen von den Mie­te­rin­nen und Mie­tern erhal­ten.“ So erfah­re der Mit­tags­tisch mit durch­schnitt­lich zehn Per­so­nen pro Tag viel Zuspruch, neh­me die Nach­fra­ge nach Haus­be­su­chen im Zuge der Pfle­ge- und Sozi­al­be­ra­tung, Haus­wirt­schaft und ambu­lan­ten Pfle­ge ste­tig zu. Hin­sicht­lich der Gemein­schafts­ak­ti­vi­tä­ten konn­te die Volks­so­li­da­ri­tät Coro­na-bedingt zwar noch nicht im gewünsch­ten Maße aktiv wer­den. Den­noch ent­ste­hen nach und nach per­sön­li­che Kon­tak­te, die sich inten­si­vie­ren. „Man­che Bewoh­ner bie­ten Sitz­gym­nas­tik oder Nor­dic Wal­king an. Eine Grup­pe hat sich zum Rom­mé­spie­len zusam­men­ge­fun­den“, berich­tet Sil­ke Eilen­ber­ger, die für die Volks­so­li­da­ri­tät feder­füh­rend vor Ort tätig ist.

Mit dem sozia­len Enga­ge­ment im „Lip­sia-Turm“, das dem Genos­sen­schafts­ge­dan­ken Rech­nung trägt, wol­len Lip­sia und Volks­so­li­da­ri­tät die Lebens­qua­li­tät beson­ders für älte­re Men­schen in Grün­au stei­gern und zur Wei­ter­ent­wick­lung des Stadt­teils bei­tra­gen. Für die Zukunft pla­nen die Part­ner wei­te­re Anrei­ze, um das Gemein­schafts­le­ben im Hoch­haus noch attrak­ti­ver zu gestalten.