Welttag der sozialen gerechtigkeit

Der Welt­tag der sozia­len Gerech­tig­keit macht deut­lich, wel­che zen­tra­le Rol­le fai­re Lebens­be­din­gun­gen für gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt spie­len. Die Volks­so­li­da­ri­tät  enga­giert sich seit Jahr­zehn­ten dafür, sozia­le Ungleich­heit zu redu­zie­ren – durch Unter­stüt­zung im All­tag, nied­rig­schwel­li­ge Ange­bo­te und soli­da­ri­sche Nachbarschaftshilfe.

Armutsrisiko in Leipzig deutlich über dem Bundesschnitt

Aktu­el­le Daten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes zei­gen, wie drin­gend die­ser Ein­satz ist: 16,1 % der Men­schen in Deutsch­land sind armuts­ge­fähr­det – ein deut­li­cher Anstieg gegen­über dem Vor­jahr (15,5 %). In Leip­zig lag die Armuts­ge­fähr­dungs­quo­te im Novem­ber 2025 sogar zwi­schen 19,4 % und 23,7 % und damit weit über dem bun­des­wei­ten Durch­schnitt. Betrof­fen sind Arbeits­lo­se, Stu­die­ren­de, Bür­ger­geld­be­zie­hen­de, Rent­ne­rin­nen und Rent­ner – aber auch Erwerbstätige.

Die­se Zah­len machen deut­lich: Sozia­le Gerech­tig­keit muss gera­de in unse­rer Regi­on stär­ker in den Fokus rücken. Mar­tin Macie­jew­ski (Geschäfts­füh­rer) betont: „Sozia­le Gerech­tig­keit ist kein abs­trak­ter Wert. Sie ent­schei­det dar­über, ob Men­schen am gesell­schaft­li­chen Leben teil­ha­ben können.“

Kostenfreie Angebote – weil soziale Teilhabe kein Luxus sein darf

Sozia­le Gerech­tig­keit bedeu­tet für uns, dass nie­mand aus­ge­schlos­sen wird, nur weil er oder sie wenig Geld hat. Vie­le Ange­bo­te der Volks­so­li­da­ri­tät Leip­zig-Wur­zen wer­den durch öffent­li­che Mit­tel geför­dert und sind daher kos­ten­frei nutzbar.

Dazu gehö­ren unter anderem:

  • Die Erzie­hungs- und Fami­li­en­be­ra­tungs­stel­le in Wur­zen: Unter­stüt­zung für Eltern, Kin­der und Jugend­li­che in Kri­sen und bei Erziehungsfragen.
  • Die Bera­tungs- und Mit­mach-Ange­bo­te der Senio­ren­bü­ros: Ein wert­vol­ler Anlauf­punkt für Senio­rin­nen und Senio­ren mit klei­nen Ren­ten und für Men­schen, die von Ein­sam­keit betrof­fen sind.
  • Die Eltern­be­ra­tung und ‑beglei­tung der Kin­der- und Fami­li­en­zen­tren in Leip­zig: Eine Stüt­ze für Fami­li­en in Stadt­tei­len, in denen finan­zi­el­le Belas­tun­gen und sozia­le Her­aus­for­de­run­gen beson­ders hoch sind.

Die­se Ange­bo­te schaf­fen Orte der Begeg­nung, Bera­tung und Sta­bi­li­tät – für Men­schen, die sonst leicht über­se­hen wür­den. Sie sind ein prak­ti­scher Aus­druck sozia­ler Gerech­tig­keit im Alltag.

Einsatz für Chancengleichheit 

Trotz aller Bemü­hun­gen besteht wei­ter­hin Hand­lungs­be­darf. Der Bun­des­ver­band der Volks­so­li­da­ri­tät setzt sich daher ent­schie­den für den Aus­bau des Sozi­al­staa­tes ein – zum Schutz der­je­ni­gen, die mit nied­ri­gen und mitt­le­ren Ein­kom­men leben, und zur Stär­kung der öffent­li­chen Infra­struk­tur, von der wir alle profitieren.

Kein Selbstläufer

Sozia­le Gerech­tig­keit ent­steht nicht von allein. Sie ent­steht dort, wo Men­schen für­ein­an­der ein­ste­hen, wo Unter­stüt­zung nied­rig­schwel­lig erreich­bar ist und wo Poli­tik die rich­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen schafft. Wir als Volks­so­li­da­ri­tät blei­ben jeden Tag dran – gemein­sam mit den Men­schen in unse­rer Regi­on. Denn ech­te Soli­da­ri­tät endet nicht am 20. Febru­ar, son­dern beglei­tet uns das gan­ze Jahr.