Spielerische Interaktion: Emma Münzer unterstützt an ihrem Tag in unserer Kita Prisma die Kinder bei der Suche nach dem richtigen Puzzleteil (Foto: Friederike Stecklum). Spielerische Interaktion: Emma Münzer unterstützt an ihrem Tag in unserer Kita Prisma die Kinder bei der Suche nach dem richtigen Puzzleteil (Foto: Friederike Stecklum).

Auch im Sandkasten packt die 16-Jährige mit an und hilft fleißig beim Backen der Sandkuchen (Foto: Friederike Stecklum).Ein Schäu­fel­chen Sand noch und der Eimer ist voll. Mit einem beherz­ten Schwung stürzt Emma Mün­zer ihn um und schon ist der Sand­ku­chen fer­tig. Wobei – nicht ganz – der Zwei­jäh­ri­ge, mit dem sie ihn geba­cken hat, ver­ziert den Kuchen noch mit Puder­zu­cker aus Sand und begut­ach­tet dann zufrie­den das Gemeinschaftswerk.

Dass die 16-jäh­ri­ge Schü­le­rin am letz­ten Diens­tag vor den Som­mer­fe­ri­en im Sand­kas­ten unse­rer Kita Pris­ma und nicht im Klas­sen­zim­mer sitzt, kommt nicht von unge­fähr. Für das Pro­jekt "geni­al­so­zi­al – Dei­ne Arbeit gegen Armut" der Säch­si­schen Jugend­stif­tung tauscht sie die Schul­bank für einen Tag gegen einen Job. Den erar­bei­te­ten Lohn spen­den die Schü­le­rin­nen und Schü­ler anschlie­ßend gemein­sam für sozia­le Projekte.

In den Beruf reinschnuppern
Emma Mün­zer unter­stützt das Team der Kita Pris­ma schon zum zwei­ten Mal in die­sem Rah­men. „Ich kann mir gut vor­stel­len, spä­ter mit Kin­dern zu arbei­ten, weiß aber noch nicht genau in wel­chem Bereich – ob eher im Kin­der­gar­ten oder in der Schu­le“, sagt sie. Des­halb ist „geni­al­so­zi­al“ eine gute Gele­gen­heit, in den Beruf der Erzie­he­rin hin­ein­zu­schnup­pern und das macht sie an die­sem Tag seit 7 Uhr mor­gens in der Kinderkrippe.

„Ich habe heu­te früh beim Früh­stück mit­ge­hol­fen und blei­be bis zum Mit­tags­schlaf“, erzählt die Schü­le­rin. Gera­de sitzt sie am Tisch und puz­zelt mit zwei Kin­dern bereits zum vier­ten Mal das­sel­be Puz­zle. Gedul­dig unter­stützt sie die Klei­nen bei der Suche nach dem rich­ti­gen Teil, hilft beim Ein­set­zen, wenn die Fein­mo­to­rik noch nicht rich­tig mit­spie­len will oder schlich­tet, wenn es zum Streit um ein Teil kommt.

Beim anschlie­ßen­den Spie­len im Außen­be­reich wird es im Sand­kas­ten, mit den Kin­der­fahr­zeu­gen, der Rut­sche und bun­ter Stra­ßen­mal­krei­de eben­so wenig lang­wei­lig. Emma Mün­zers Fazit zu die­sem tur­bu­len­ten Tag fällt posi­tiv aus. „Es macht Spaß, aber es ist auch ganz schön viel los. Ich könn­te mir durch­aus vor­stel­len, noch mal für ‚geni­al­so­zi­al‘ hier­her­zu­kom­men“, sagt sie und lacht.